10.07.2026 13:36 Uhr

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Im Gespräch mit der Niedersächsischen Politik

Auf Vermittlung des SPD-Landtagsabgeordneten Marcus Bosse fand am Rande der zurückliegenden Plenarsitzung ein Gespräch zwischen Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, und Vertretern vom Verband für Physiotherapie (VPT)  statt.

Jens Mahrenholz, Landesgruppenvorsitzender VPT Nord-West, betreibt seit über zwanzig Jahren zwei Praxen für Massage und Krankengymnastik in Schöppenstedt und Kissenbrück. Gemeinsam mit VPT-Landesgeschäftsführer Christian Schneider nutzte er die Gelegenheit, im direkten Gespräch mit politischen Entscheidern die Herausforderungen darzustellen, mit denen sich die physiotherapeutische Behandlung konfrontiert sieht. Konkret ging es um Probleme wie den sich verschärfenden Fachkräftemangel sowie die vorgesehene Wiedereinführung der Grundlohnsummenbindung, die ab 2027 in Kraft treten soll. Letztere gehört zum Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenkassen und sieht im Einzelnen vor, dass die Vergütungen für Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten prozentual nur noch maximal so stark steigen dürfen wie die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Der SHV lehnt diese Rückkehr entschieden ab, da sie bestehende strukturelle Probleme nicht löst, sondern mancherorts noch verschärfen könnte.

Philippi betonte die Bedeutung der physiotherapeutischen Behandlungen für die Menschen im Land und sicherte für die Zukunft seine weitere Unterstützung zu: „Physiotherapie hat für mich als Arzt einen hohen Stellenwert, weil sie den Körper wieder „funktionstüchtig” macht und Schmerzen lindern kann. Physiotherapie wird in der Prävention, der Reha und der Schmerztherapie immer wichtiger. Der Bund sollte deswegen Regelungen auf den Weg bringen, die es ermöglichen die bisherigen Leistungen beizubehalten.

Bosse: „Die Praxen von Jens Mahrenholz sind nicht nur in der Samtgemeinde Elm-Asse bestens bekannt und geschätzt. Trotz angespannter Kassenlage besteht der Anspruch, das breit gefächerte Leistungsspektrum zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln.”

Das Gespräch ist Teil der SHV‑Kampagne anlässlich des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Bundesweit suchen die SHV Mitgliedsverbände vor Ort das konstruktive Gespräch mit der Politik, um eine wohnortnahe, zukunftssichere Versorgung zu stärken.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für das zielführende Gespräch und den gemeinsamen Einsatz für eine starke Heilmittelversorgung.

v.l.n.r. Marcus Bosse (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages) I Jens Mahrenholz (VPT) I Dr. Andreas Philippi (Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung) I Christian Schneider (VPT)

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