Gespräch zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in ergotherapeutischer Praxis
Mit dem Kabinettsbeschluss zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist Ende April das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren gestartet. Da der Gesetzentwurf im weiteren Verlauf noch durch den Bundestag geändert werden kann, nutzen der SHV und seine Mitgliedsverbände die aktuelle Phase, um mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, auf die Positionen der Heilmittelerbringer sowie die möglichen Auswirkungen der geplanten Regelungen auf die Patientenversorgung aufmerksam zu machen.
Im Mai fand in der Ergotherapie-Praxis Reichl & Weyrich, Waldkraiburg, ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer (CSU) zum geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz statt. Anhand von Fallbeispielen aus dem Praxisalltag, der Situation auf den Wartelisten und der Bedeutung ergotherapeutischer Versorgung wurde deutlich gemacht, welche Auswirkungen die geplanten Regelungen auf die ambulante Heilmittelversorgung haben können.
Dabei wurde betont, dass die Heilmittelerbringer den Handlungsbedarf zur Stabilisierung der GKV-Finanzen anerkennen. Kritisch gesehen wird jedoch die vorgesehene „doppelte Deckelung“ durch die Grundlohnsummenbindung und den zusätzlichen Abschlag von einem Prozent. Zudem wurde auf den Fachkräftemangel, die schwierige Nachbesetzung offener Stellen sowie die wichtige Rolle der Heilmittelerbringer für Prävention und Versorgung hingewiesen.
Im Verlauf des Gesprächs zeigte Stephan Mayer großes Interesse an den dargestellten Herausforderungen. Zum Abschluss bot er an, Gespräche mit relevanten Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens in Berlin zu unterstützen und entsprechende Kontakte zu vermitteln.
