SHV auf Grüner Gesundheitsberufekonferenz: Impulse für eine moderne Patientenversorgung und interprofessionelle Zusammenarbeit
Auf der prominent besetzten Gesundheitsberufekonferenz der Grünen im Bundestag diskutierte die stv. SHV-Vorsitzende Manuela Pintarelli-Rauschenbach Wege zu einer effizienteren Patientenversorgung. Im Fokus standen die interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die zeitnahe Umsetzung der Berufsgesetzreform sowie die vollumfängliche digitale Teilhabe durch ePA-Schreibrechte.
Hochkarätiger Austausch zur Zukunft der Gesundheitsberufe
Unter dem Titel „Wie versorgen wir morgen?“ hat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am 13.12.2025 zur Gesundheitsberufekonferenz nach Berlin eingeladen. Die Veranstaltung überzeugte durch einen guten Austausch auf Augenhöhe und konnte wichtige Impulse setzen. Dass die Fraktion das Thema priorisiert, zeigte die prominente Besetzung mit vielen Abgeordneten: Neben den Gastgebern Simone Fischer MdB und Dr. Janosch Dahmen MdB, welche die Konferenz leiteten, nahm auch die Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann teil. Ein besonderes Highlight war der Impulsvortrag von Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, dessen Ansätze zur Systemgestaltung auf große Resonanz stießen.
Für den Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) unterstrich die stv. Vorsitzende Manuela Pintarelli-Rauschenbach auf dem Podium, dass eine effiziente Patientenversorgung nur gelingt, wenn die Gesundheitsberufe ihre gerechte Rolle im System erhalten. Begleitet wurde sie von dem SHV-Vorsitzenden Andreas Pfeiffer, der in den Fachforen zentrale Akzente setzte.
„Interprofessionelle Zusammenarbeit verbessert Therapie und Versorgung, braucht aber sinnvolle Strukturen, muss berufsübergreifend organisiert und vergütet werden. Zudem kann die Digitalisierung die Kommunikation effizienter machen, dafür müssen aber bspw. die Schreibrechte in der ePA endlich umgesetzt werden.“ – Manuela Pintarelli-Rauschenbach, stv. SHV-Vorsitzende
Reformstau auflösen: Akademisierung als Fundament
Ein zentraler Punkt der Diskussion war die notwendige Modernisierung der Ausbildung. Im Themenforum 3 „Gesundheitsberufe in gesellschaftlichen Umbrüchen“ mit Paula Piechotta MdB betonte Andreas Pfeiffer die Bedeutung der Reform der Berufsgesetze:
„Die Akademisierung muss jetzt endlich beginnen! Auch als Grundlage für die interprofessionelle Zusammenarbeit, am besten schon in der gemeinsamen Ausbildung.“ – Andreas Pfeiffer, SHV-Vorsitzender
Zudem schärfte der SHV seine Position zur Digitalisierung: Während das Recht auf Schreibrechte in der Elektronischen Patientenakte (ePA) im SGB V bereits verankert ist, sieht die gematik dies aktuell in ihren Planungen nur sehr eingeschränkt vor. Der SHV fordert daher die konsequente Umsetzung der Schreibrechte, damit Heilmittelerbringer aktiv zu einer besseren Patientenversorgung beitragen können.
Der SHV bedankt sich bei der Grünen-Fraktion für die wertvollen Impulse und die Gelegenheit, die Kompetenzen der Heilmittelberufe als tragende Säule einer effizienten Versorgung hervorzuheben.