07.07.2026 07:41 Uhr

SHV-Kampagne: CDU Niedersachsen sichert Unterstützung auf Bundesebene zu

Die SHV-Mitgliedsverbände suchen weiterhin intensiv den politischen Dialog zum geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG). Per Videokonferenz traf sich Christian Schneider (Landesgeschäftsführer VPT Nord-West) stellvertretend für alle Heilmittelerbringer mit dem Arbeitskreis Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion.

Der SHV positionierte sich unmissverständlich und erteilte vor allem der Wiedereinführung der Grundlohnsummenbindung (GLS) eine klare Absage. Neben der erneuten GLS-Anbindung plant der Bund einen zusätzlichen Vergütungsabschlag von einem Prozent in den Jahren 2027-2029. Durch die Wiedereinführung der Grundlohnsummenbindung mit dem Sonderabschlag wird eine wirtschatliche Praxisführung erschwert.

Der intensive und sehr konstruktive Austausch hat gezeigt, dass die Landespolitik die Brisanz unserer Lage genau versteht. Wir stoßen mit unseren Argumenten auf offene Ohren und spüren echten Rückhalt für die Belange der Praxisinhaber“, resümiert Christian Schneider den Termin.

Zuvor machten die Vertreter der Heilmittelerbringer deutlich, welche fatalen Folgen drohen: Die GLS-Bindung hat über Jahrzehnte zu struktureller Unterfinanzierung geführt und den Fachkräftemangel massiv verschärft – ein Negativtrend, der erst durch politische Nachbesserungen (HHVG, TSVG) mühsam gestoppt wurde. Restriktive Maßnahmen, wie auch die Streichung der Blanko-Pauschale, drehen dieses Rad nun zurück.

Die Rechnung dafür zahlen nicht nur die Praxen. Wer Versorgungslücken bei Heilmitteln riskiert, treibt unweigerlich die Folgekosten in Notaufnahmen, Facharztpraxen, in der Pflege oder durch Frühberentungen in die Höhe. In der Finanzwirkungsrechnung der Politik tauchen diese Kostenfallen jedoch nicht auf.

Die Argumente überzeugten: Eike Holsten, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sicherte zu, die Kritik und die zentralen Forderungen des SHV auf Bundesebene zu platzieren.

Der SHV bedankt sich bei Eike Holsten und dem Arbeitskreis für das zielführende Gespräch und den gemeinsamen Einsatz für eine starke Heilmittelversorgung.

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