10.03.2026 13:27 Uhr

Sicherheit im Gesundheitswesen: SHV bringt Perspektive der Heilmittelberufe am Runden Tisch ein

Am 4. Februar 2026 bot das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen (MAGS) den Rahmen für eine wegweisende Sondersitzung des Runden Tisches „Gemeinsam gegen Gewalt und Diskriminierung von Beschäftigten im Gesundheitswesen“. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, um Gewalt und Diskriminierung im Berufsalltag wirksam zu begegnen. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) untermauerte dabei seinen Anspruch, den Schutz der therapeutischen Berufe fest in den landesweiten Sicherheitsstrategien zu verankern.

Der Runde Tisch bringt regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Fachgesellschaften und Einrichtungen zusammen, um gemeinsam an tragfähigen Lösungsansätzen zu arbeiten. Im Mittelpunkt dieser Sondersitzung standen die Fokusgruppen einer vom MAGS beauftragten Studie des Forschungsinstituts „ispo“. Die Untersuchung analysiert, wie Beschäftigte im Gesundheitswesen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung oder Gewalt erleben und welche Schutzmöglichkeiten bereits existieren. Für den SHV brachte Karl-Werner Doepp (VPT) die spezifischen Erfahrungen der Heilmittelberufe in die Diskussion ein.

Fokusgruppen als Brücke zwischen Forschung und Praxis

Die Basis der Studie bildet eine umfassende Online-Befragung, deren Ergebnisse nun durch gezielte Interviews und Fokusgruppen vertieft werden. Hierbei kamen Beschäftigte aus allen Bereichen zusammen – von der stationären Pflege und den Kliniken über Apotheken bis hin zur ambulanten Versorgung und den Heilmittelpraxen. In diesem Rahmen wurden die vielfältigen Perspektiven diskutiert und in den Forschungsprozess integriert. Der SHV beteiligte sich aktiv an diesem Dialog, um sicherzustellen, dass die Bedarfe der Therapeutinnen und Therapeuten bei der Entwicklung künftiger Schutzkonzepte berücksichtigt werden.

Der engagierte Austausch verdeutlichte erneut, wie wichtig eine enge Anbindung der Gremienarbeit an aktuelle Praxisbedarfe ist. Dies betrifft etwa das Verständnis von Gewaltschutz als Management- und Führungsaufgabe, die Arbeit mit guten Praxisbeispielen sowie die Notwendigkeit einer systematischen Erfassung von Gewaltvorfällen. Der SHV dankt dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW für die Initiative und die Einladung, diesen wichtigen Prozess mitzugestalten.

Bildquelle: #sicherimDienst

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