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Heilmittelversorgung gestalten und zukunftsfähig machen

Köln, 02. September 2019: Am 09. September 2019 eröffnet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den 2. TherapieGipfel in Berlin. Im Mittelpunkt dieser Branchenveranstaltung im Langenbeck-Virchow-Haus stehen zukunftsrelevante Themen zur Sicherung der therapeutischen Patientenversorgung in Deutschland. Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat die Politik erste Akzente zur Optimierung der therapeutischen Versorgung gesetzt. „Ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen, um eine wohnortnahe und flächendeckende Patientenversorgung sicherzustellen und dem Fachkräftemangel in den Therapieberufen entgegenzuwirken“, betont Ute Repschläger, Vorsitzende des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV), die Relevanz des 2. TherapieGipfels.

Ab 13 Uhr geht es am 09. September um aktuelle Gesetzesentwürfe wie beispielsweise das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG), aber auch um Themen, die die Branche besonders bewegen, wie zum Beispiel die Vergütungssituation der Therapeuten, die Novellierung der Berufsausbildungsgesetze mit Blick auf die Akademisierung und überfällige Modellvorhaben zum Direktzugang. Bis 15 Uhr diskutiert der Vorstand des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit verantwortlichen Gesundheitspolitikern, kompetenten Fachleuten und den Teilnehmern des 2. TherapieGipfels.

Der SHV erwartet als Veranstalter des 2. TherapieGipfels mit etwa 500 Teilnehmern wieder ein volles Haus. Neben der eigentlichen Podiumsdiskussion finden im Anschluss ab 15 Uhr bis 16.30 Uhr erstmals Fachrunden zu den oben genannten Themen statt. Jede Session beginnt mit einem fünfminütigen Impulsvortrag, dem eine inhaltliche Diskussion folgt. Jeder Teilnehmer hat so die Möglichkeit, zu all diesen Themen vertieft zu diskutieren.

„Das Format des TherapieGipfels bietet sowohl Entscheidern aus dem Gesundheitswesen, der Politik als auch den Berufsangehörigen die Möglichkeit, über die aktuelle therapeutische Versorgung zu sprechen und zukunftsweisende Schritte zu diskutieren“, so Ute Repschläger.

Weitere Infos zur Veranstaltung und das Online-Anmeldeformular gibt es unter www.therapiegipfel.de.

Heilmittelerbringer gehören zu den Berufsgruppen in Deutschland, die am schlechtesten vergütet werden. Die Folgen dessen sind schon jetzt deutlich zu erkennen: Der Fachkräftemangel ist überall präsent, Patienten müssen immer länger auf freie Termine warten. Denn die geringe Vergütung macht es gerade für junge Leute unattraktiv, Ergotherapeut, Physiotherapeut, Podologe oder Masseur und medizinischer Bademeister zu werden.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde der bundesweite Höchstpreis eingeführt. Das bedeutet, dass Heilmittelerbringer nun für jede Leistung die höchste Vergütung erhalten, die bis dato in einem der regionalen Tarifgebiete bezahlt wurde. Ein einheitliches Preissystem je Therapieberuf löst damit die vielen regionalen Preissysteme ab. Das ist gerade für bislang niedrig vergütete Regionen eine deutliche finanzielle Verbesserung.

Trotzdem sind weitere Schritte dringend erforderlich. Denn die Vergütungssätze der gesetzlichen Krankenversicherungen waren bislang so niedrig, dass selbst die Bundeshöchstpreise noch immer nicht ausreichen, um den wirtschaftlichen Betrieb einer Praxis zu gewährleisten. Unter anderem deshalb ist es nicht möglich, das Gehalt der angestellten Therapeuten auf ein angemessenes Niveau anzuheben.

Mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) wurde die Grundlohnsummenbindung zunächst temporär bis Ende 2019 ausgesetzt. Mit dem TSVG konnte nun eine dauerhafte Abschaffung dieser Bindung an den durchschnittlichen Anstieg der Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenkassen erreicht werden. Bei den ersten bundesweiten Vergütungsverhandlungen, die im Jahr 2020 anstehen, können die Vertragspartner also ‚frei‘ über die neuen Erhöhungen entscheiden. Basis für die Verhandlungen sollen betriebswirtschaftliche Kennzahlen sein.

Nachdem die Leistung von Heilmittelerbringern jahrelang viel zu gering vergütet wurde, ist nun die Zeit gekommen, in der Versäumtes nachgeholt werden muss. Die gute konjunkturelle Lage gibt den gesetzlichen Krankenkassen den entsprechenden finanziellen Spielraum dafür. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass die anstehenden Verhandlungen die finanzielle Situation der Heilmittelerbringer nachhaltig verbessert Der SHV macht sich dafür stark.

Die Vergütung der Heilmittelerbringer ist eins der vier großen Themen, die beim 2. TherapieGipfel in Berlin im Mittelpunkt stehen werden. Am 9. September ab 13 Uhr wird es zudem um das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG), den Direktzugang, die Blankoverordnung und die Novellierung der Berufsausbildungsgesetze mit Blick auf die Akademisierung gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (MdB) hat seine Teilnahme bereits zugesagt.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Online-Anmeldung gibt es unter www.shv-heilmittelverbaende.de/therapiegipfel.

Berufspolitische Standortbestimmung – darum ging es beim Verbändetreffen am 21. November 2018 in Berlin. 14 Berufsverbände nahmen an diesem Austausch teil. Vertreter von BED, dba, dbl, dbs, DVE, IFK, LOGO Deutschland, PHYSIO-DEUTSCHLAND, SHV, VDD, VDP, VDB, VPT, Vereinte Therapeuten und ZFD sprachen über die berufspolitischen Belange von Diätassistenten, Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Physiotherapeuten, Podologen, sowie Sprach- und Stimmtherapeuten. Grundlage des Gesprächs war das Eckpunktepapier des Gesundheitsministers Jens Spahn und das Sofortprogramm von Dr. Roy Kühne.

Wichtiges Ziel aller Berufsverbände ist die finanzielle Besserstellung der Therapeuten in Deutschland. Dafür ist die dauerhafte Abschaffung der Grundlohnsummenbindung bei Vergütungsabschlüssen Voraussetzung. Außerdem braucht es stringenterer Schiedsverfahren, wie sie das Eckpunktepapier des Ministers vorsieht, um Hängepartien der Krankenkassen gegenüber den Therapeuten bei Gebührenverhandlungen zu unterbinden.

Um dem Fachkräftemangel entschiedener als bislang entgegenzutreten, sind weitere Steigerungen bei der Vergütung therapeutischer Leistungen unverzichtbar. Diese Finanzspritze muss vor 2020 in der Branche ankommen, um einer weiteren Abwanderung aus den Berufen entgegenzuwirken. Bei der unzureichenden Vergütung waren sich die Anwesenden ebenso einig wie beim dringend erforderlichen Bürokratieabbau.

Der offene Austausch unter den Berufsverbänden hat gezeigt, dass eine berufsgruppenspezifische Betrachtung der einzelnen Heilmittelbereiche sinnvoll ist, um passgenaue Lösungen für die einzelnen Versorgungsbereiche zu finden. Die Runde hat beschlossen, den Dialog zeitnah fortzusetzen. Das nächste Treffen wird es geben, sobald das Bundesministerium für Gesundheit seine Textentwürfe zur Umsetzung des Eckpunktepapiers vorlegt. Denn: Jetzt ist der Zeitpunkt, um deutliche Verbesserungen für alle Therapeuten politisch durchzusetzen.

Mitte September hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Eckpunktepapier zur Sicherung und Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung in Deutschland veröffentlicht. In acht Punkten beschreibt er darin seine Ideen zur Optimierung der Heilmittelversorgung. Den etwa 500 Teilnehmern auf dem 1. Therapiegipfel des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) am
27. September 2018 hat Spahn die wesentlichen Punkte seines Papiers nicht nur ganz persönlich vorgestellt, sondern auch in der Sache diskutiert. Nun geht es um die Umsetzung und Konkretisierung der Pläne des Ministers.

Gemeinsam diskutieren

Das Eckpunktepapier hat – im Sinne einer nachhaltigen Patientenversorgung das Ziel, die freiberuflichen Praxen zu stärken und deren wirtschaftliche Existenz ebenso wie die Einkommen der dort Beschäftigten deutlich zu verbessern und dauerhaft abzusichern. Ein wesentliches Element dabei ist es, die Verhandlungsposition der Leistungserbringer deutlich zu stärken und die Verhandlungen zu konzentrieren. Um über diese Punkte zu diskutieren, hat der SHV die Heilmittelverbände zu einem weiteren Treffen eingeladen: Am
21. November wird es in Berlin darum gehen, ob die Vorschläge von Jens Spahn dieses Ziel erreichen können und ob es an der einen oder anderen Stelle der Feinjustierung bedarf.

„Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus den benachbarten Verbänden“, erklärt Ute Repschläger, Vorsitzende des SHV.

Über die Ergebnisse des Treffens und die weiteren Schritte werden wir jeweils zeitnah berichten.

Immer noch Sommer!

Arnd Longrée und Andreas Pfeiffer trafen am 2.11.2018 den SPD-Gesundheitspolitiker Prof. Karl Lauterbach in Köln. Im gemeinsamen Dialog fand ein Austausch über die Situation der Heilmittelerbringer und den erforderlichen Verbesserungen statt. Es ging um die Verbesserung der Ertragssituation von Niedergelassenen und damit auch der Einkommenssituation von den Angestellten in Praxen. Auch eine angemessene Wertschätzung der Berufe im Gesundheitssystem und eine zeitgemäße, nämlich primärqualifizierende hochschulische Ausbildung und das Eckpunktepapier von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden besprochen. Prof. Lauterbach will sich für diese Verbesserungen einsetzen und war auch bei der vollständigen Einbindung der Heilmittelerbringer in die Gesundheitstelematik optimistisch.

Das Treffen wurde im Rahmen der „SHV-Sommeraktion“ geplant und konnte aus Termingründen erst heute realisiert werden. Die Vorstandsmitglieder des Spitzenverbands der Heilmittelerbringer (SHV) haben in den vergangenen Monaten gezielt die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages besucht, um diese über die erforderlichen Verbesserungen für die Heilmittelerbringer zu informieren.

Im Rahmen der Aktion „Entscheidungshilfe“ des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände e.V. (SHV) traf der IFK-Regionalausschussvorsitzende der Oberpfalz, Benjamin Eder, Peter Aumer, MdB (CSU) in seinem Wahlkreis zum Gespräch. Dabei verdeutlichte der IFK-Vertreter die konkreten Auswirkungen des Fachkräftemangels, der zur Folge hat, das eine flächendeckende Heilmittelversorgung schon jetzt nicht mehr möglich ist.

Benjamin Eder zeigte auf, dass vor allem die schlechte Vergütungssituation in der Physiotherapie den Fachkräftemangel befeuert. Hier zeigten sich die Gesprächspartner einig, dass die Vergütungssätze jetzt weiter steigen müssen, um zum einen den wirtschaftlichen Betrieb einer Praxis zu gewährleisten und zum anderen den Beruf durch angemessene Löhne wieder attraktiver zu machen. Darüber hinaus informierte Benjamin Eder den Parlamentarier zu den Themen Abschaffung des Schulgelds, Akademisierung und Direktzugang und veranschaulichte auch hier den dringenden Handlungsbedarf.

Peter Aumer, MdB (CSU) (r.) und Benjamin Eder (IFK).

Im Rahmen der SHV-Sommeraktion traf IFK-Mitglied Michael Wagner in Wahlstedt Gero Storjohann, MdB (CDU), um die aktuelle Situation in der Physiotherapie und insbesondere die Themen Vergütung und Direktzugang zu besprechen. Verstärkung erhielt Michael Wagner dabei von seinen Kolleginnen Mara Kunkel, Jytte Buß und Gudrun Schmidt. Die Physiotherapeuten erklärten die Auswirkungen des Fachkräftemangels, der zur Folge hat, dass eine flächendeckende Heilmittelversorgung schon jetzt nicht mehr durchgängig möglich ist. Deshalb müssen die Vergütungssätze jetzt steigen, um so den wirtschaftlichen Betrieb einer Praxis zu gewährleisten und den Beruf durch angemessene Löhne wieder attraktiver zu machen. Die Gesprächspart ner waren sich darin einig, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Ebenso informierte Michael Wagner zu den Themen Abschaffung des Schulgelds, Akademisierung, und Telematik und verdeutlichte auch hier den dringenden Handlungsbedarf.

In der regionalen Presse fand der Termin Beachtung, so berichteten unter anderem die Segeberger Zeitung und die Lübecker Nachrichten.

Die SHV-Sommeraktion wird auch im frühen Herbst fortgesetzt.

Gero Storjohann, MdB (CDU) (2. v. r.) traf Mara Kunkel, Jytte Buß, Gudrun Schmidt und Michael Wagner (v. l. n. r.) zum Gespräch.

Mit Christian Schwartze, MdB (SPD) sprach in Rödinghausen der IFK-Regionalausschussvorsitzende für Herford/Bünde, Raimund Sattler. Thema des Gesprächs war vor allem das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministers. Einig war man sich, dass das Papier  positive Aspekte für den Bereich der Heilmittel  beinhaltet.

Allerdings müsse abgewartet werden, wie die weiteren Vorschläge des Ministeriums aussehen werden. Im Verlauf des Gesprächs verdeutlichte Herr Sattler zudem, dass die Branchensituation gerade im Bereich der ambulanten Praxen nach wie vor existenzbedrohend ist und sich dringend ändern muss. Nicht zuletzt, um zu erreichen, dass wieder mehr junge Menschen Ergotherapeut, Physiotherapeut oder auch Podologe werden möchten.

Die SHV-Aktion wird weiter fortgesetzt.

Raimund Sattler tauschte sich vor Ort mit Christian Schwartze, MdB (SPD) zur Situation der Heilmittelerbringer aus (v. l. n. r.).

Bereits am Morgen nach dem 1. Therapiegipfel trafen sich am 28.09.2018 die SHV – Vertreter Jeannette Polster, Jörn Schmücker (beide ZFD) und Hans Ortmann (VPT) mit dem Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Gesundheitsausschusses Stephan Pilsinger in Berlin.

Als praktizierender Arzt kennt MdB Pilsinger die Probleme der Heilmittelbranche sehr genau. Er bestätigte das breite Verständnis für die prekäre Situation der Heilmittelerbringer und bekräftigte den festen Willen der Politik, die nötigen Veränderungen zeitnah herbeizuführen.

Abschließend äußerten alle Gesprächsbeteiligten Ihre Zusage, den direkten und zielstrebigen Dialog fortzusetzen.

v.l.: MdB Stephan Pilsinger, Jeannette Polster, Hans Ortmann, Jörn Schmücker

Volles Haus in Berlin – knapp 500 Therapeuten kamen am 27. September 2018 zum 1. Therapiegipfel nach Berlin. Auf Einladung des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) diskutierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erstmals in diesem Rahmen mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern der Krankenkassen, Ärzten, den SHV-Vorständen und einem engagierten Plenum über die drängenden Themen der Therapeuten in Deutschland.

Der Minister unterstrich in seinem Eingangsstatement die Inhalte seines am
18. September 2018 veröffentlichten Eckpunktepapiers und bekräftigte seine Absicht, mit konkreten Taten die Situation der Heilmittelerbringer verbessern zu wollen. Viele der geplanten Umsetzungsschritte greifen zentrale Forderungen des SHV auf und sollen umgehend auf den gesetzgeberischen Weg gebracht werden. Die Diskussionen auf dem Podium und die Fragen aus dem Plenum zeigten allerdings deutlich, dass es Maßnahmen braucht, die über die bisherigen Vorschläge des Ministers hinausgehen müssen.

Am meisten drückte der Schuh bei der nach wir vor noch nicht angemessenen Vergütung. Die Bundesregierung hat mittlerweile die unzureichende Vergütung als wesentlichen Auslöser des Fachkräftemangels anerkannt. Die durch das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) möglichen deutlichen Vergütungserhöhungen für die Jahre 2017 bis 2019 waren zwar ein erster wichtiger Schritt, aber um die aktuell nach wie vor prekäre finanzielle Situation der vieler Therapeuten in Deutschland zu verbessern, braucht es weitere spürbare Erhöhungen.

Die Teilnehmer waren sich einig: Dringenden Handlungsbedarf gibt es außer bei der Vergütung auch bei der Umsetzung der kostenfreien Ausbildung, dem Bürokratieaufwand in den Therapiepraxen und der Weiterentwicklung der Berufe im Ganzen. Die klare und energische Forderung des Ministers ist: die Umsetzung der kostenfreien Ausbildung muss in allen Bundesländern zeitnah erfolgen. Klar positioniert sich der Minister auch zur Novellierung der überalterten Berufsgesetze: dieser Prozess wird der Grundstein für die Modernisierung der Therapieberufe sein. Hier sind die Vorarbeiten im Ministerium und in den Verbänden bereits in vollem Gange.

Politik, Krankenkassen und G-BA vertreten

Auf großes Interesse ist der 1. Therapiegipfel nicht nur in den Reihen der Therapeuten gestoßen. Auf dem Podium diskutierten die zuständigen Berichterstatter der Koalition im Bundestags-Gesundheitsauschuss, also die Bundestagsabgeordneten Bettina Müller (SPD) und Dr. Roy Kühne (CDU). Aus dem Plenum unterstützte die zuständige Fraktionssprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen, Maria Klein-Schmeink, die Forderungen der Koalition und verband sie mit weiteren Vorschlägen zur Verbesserung der Heilmittelversorgung. Für die Ärzteschaft bezog Prof. Dr. Axel Ekkernkamp Position zur Bedeutung der therapeutischen Berufe. Florian Rott brachte nicht ohne Widerspruch aus dem Plenum die Perspektive des GKV-Spitzenverbandes und damit der Kostenträger ein. In der Diskussion wurde besonders deutlich: die Schnittstellen zu Ärzten und Krankenkassen sind für Therapeuten bei der täglichen Arbeit besonders wichtig und zurzeit unnötig arbeitsaufwändig.

Unter den Gästen war als Vertreter der FDP-Fraktion Nicole Westig, MdB. Die Bedeutung des Therapiegipfels zeigte sich auch daran, dass Prof. Dr. Elisabeth Pott, unparteiisches Mitglied im Vorsitz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), teilnahm. Gerade auch die Forderung der Therapeuten nach mehr Mitsprache- und Beteiligungsmöglichkeiten im G-BA und hier insbesondere bei den Vorberatungen in den Unterausschüssen verfolgte sie mit Interesse.

 Nächste Schritte stellen Weichen für die Zukunft der Therapeuten

Viele Veränderungen sind nötig: der 1. Therapiegipfel zeigte, dass diese Veränderungen in den nächsten Wochen und Monaten auch möglich sind. Es geht Minister Spahn um die spürbare Verbesserung der Situation der Therapeuten in Deutschland. Mit dem 1. Therapiegipfel hat der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) deshalb einen basisnahen Dialogprozess innerhalb der Heilmittelbranche gestartet. Dieser wird in den nächsten Wochen und Monaten intensiv fortgeführt. Der Minister hat dem SHV einen Auftrag erteilt, dies nimmt der SHV sehr ernst. Dabei steht außer Frage, dass alle Berufsverbände von der Politik aufgerufen sind, Lösungen mitzugestalten.

Bei Veröffentlichung der Fotos bitten wir um Quellenangabe: „lopata, Spitzenverband der Heilmittelverbände“.