Archiv des Autors: SHV

Vom 24. bis 26. März 2022 gibt es einen Gemeinschaftsstand der Mitgliedsverbände des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) auf der therapie Leipzig. Dort stehen allen Interessierten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der SHV-Mitgliedsverbände für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung. Wir freuen uns auf den Dialog mit interessierten Kolleginnen und Kollegen und laden alle herzlich ein, am Aktionsstand der SHV-Verbände (Halle 1, Stand H34) vorbeizuschauen.

SHV konkret – das berufspolitische Format für die Ergotherapie und Physiotherapie

Auch in diesem Jahr findet am Freitag, 25. März 2022, von 13:30 bis 14:15 Uhr das berufspolitische Dialogformat „SHV konkret“ statt. Dabei stehen die vier Vorsitzenden der Mitgliedsverbände des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) dem Moderator der Veranstaltung, Martin von Bersworth-Wallrabe, und auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort zu berufspolitischen Fragen. Im Fokus des SHV konkret steht der Koalitionsvertrag der Bundesregierung und die berufspolitischen Perspektiven für die laufende Legislaturperiode. Gerade bei den Themen wirtschaftliche Praxisführung, Digitalisierung und Abbau von Bürokratie sowie zur Modernisierung der Berufsgesetze und zum Ausbau der Autonomie in der therapeutischen Versorgung der Patientinnen und Patienten gibt es politischen Handlungsbedarf.

Die Veranstaltung findet in der Mehrzweckfläche 3 der Messe statt. Die Messeeintrittskarte berechtigt zum Besuch dieser Veranstaltung. Die Teilnahme erfordert keine Anmeldung!

Allgemeine Hinweise zur Messe

Bitte beachten Sie: Für die Veranstaltung therapie Leipzig gibt es in diesem Jahr keine Tageskasse. Alle Teilnehmenden müssen sich vorab online registrieren. Für die Teilnahme an der Veranstaltung gelten die im Hygienekonzept “Safe Expo” festgelegten Regeln – einfach hier klicken, um mehr zu erfahren:

https://www.leipziger-messe.de/de/extras/safe-expo/

Weitere Informationen rund um die therapie Leipzig 2022 finden Interessierte unter www.therapie-leipzig.de.

 

Köln, den 10.03.2022

Seit Montag können etwa 30.000 SHV-Mitgliedspraxen aus den Bereichen der Ergotherapie und der Physiotherapie exklusiv kostenfreie FFP2-Masken bestellen.

Die Aktion soll die Mitglieder dabei unterstützen, in ihrer Praxis sichere und geschützte Arbeitsbedingungen zu schaffen – in der alltäglichen Begegnung mit Kolleg*innen sowie im direkten Kontakt mit Patient*innen.

Bestellberechtigt sind ausschließlich Praxisinhaber*innen, freie Mitarbeiter*innen und fachliche Leiter*innen, die nachweislich Mitglied in einem der vier SHV-Mitgliedsverbände sind.

Pro Praxis beziehungsweise pro Institutionskennzeichen (IK) ist eine Bestellung bis zu 1.000 Masken möglich. Der Bestellzeitraum für kostenfreie Masken endet am 20. März 2022. Die Lieferung erfolgt ab dem 21. März 2022 binnen 14 Tagen.

Weitere Informationen zum Bestellvorgang erreichten die Mitglieder über ihren zuständigen Berufsverband.

Köln, den 28.02.2022

Spitzenverband der Heilmittelverbände e.V. (SHV)

Der Vorstoß des SHV bei der neuen Koalition hatte Erfolg, in Artikel 20 b des Änderungspakets zum Infektionsschutzgesetz wird die Geltungsdauer der Hygienepauschaleverordnung bis zum 31.03.2022 verlängert. Es gilt noch nicht als sicher, ob der Bundestag dem Gesetzentwurf heute zustimmen wird oder zunächst das Ergebnis der Ministerpräsidentenkonferenz abgewartet wird. Je nachdem folgt auch eine Schleife durch den Vermittlungsausschuss. Es ist jedenfalls in diesen schwierigen Zeiten ein wichtiges Signal an unsere Heilmittelpraxen.

Köln, den 18.11.2021

Am 12. November 2021 fand der 3. TherapieGipfel des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) statt. Knapp 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten online die zweistündige Podiumsdiskussion, zu der der SHV-Vorstand mit seinen Gästen in Berlin zusammengekommen war. Dabei ergaben sich klare Forderungen und Erwartungen in Richtung der neuen Koalition.

Bundesminister grüßt per Videobotschaft und zieht Bilanz
Der Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe begrüßte die Podiumsgäste vor Ort und alle berufspolitischen Interessierten aus ganz Deutschland an ihren Bildschirmen. Er führte professionell durch die zweistündige Podiumsdiskussion und setzte mit seinen gezielten Fragen Akzente zu den Schwerpunktthemen des diesjährigen TherapieGipfels. Doch zunächst hatte der geschäftsführende Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn das Wort. In einer Videobotschaft sprach er über die Auswirkungen der Pandemie und den daraus resultierenden Schub für die Digitalisierung sowie über das in der letzten Legislaturperiode Erreichte. Hier nannte er zum Beispiel die inhaltliche Arbeit an der Modernisierung der Gesundheitsfachberufe. Spahn betonte die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden des SHV. Besonders verwies der Minister auf die Verbesserungen und die neuen Möglichkeiten zur bundeseinheitlichen Vertragsgestaltung sowie den Vergütungen in den einzelnen Heilmittelbereichen. „Die Gesundheitsfachberufe sind unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten“, betonte Spahn. Doch es gäbe noch viel zu tun, um die Berufe weiter attraktiver zu machen und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Fakten und konkrete Fragen aus den Berufsgruppen
„Therapeutinnen und Therapeuten lindern Schmerzen, erhalten Arbeitsfähigkeit, vermeiden Pflegebedürftigkeit und verbessern Lebensqualität. Ohne diese Arbeit der Spezialistinnen und Spezialisten wären viele ärztliche Behandlungserfolge überhaupt nicht denkbar“, fasst Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe zu Beginn eines Introfilms die unverzichtbare Arbeit der Therapieberufe zusammen. Voraussetzungen für eine qualitative Versorgung der Patientinnen und Patienten sind dabei gute Rahmenbedingungen für die Berufsangehörigen wie zum Beispiel eine höhere Vergütung. Denn: auch mit der aktuellen Vergütung ist eine wirtschaftliche Praxisführung noch nicht möglich, und damit können auch keine angemessenen Gehälter in den Praxen bezahlt werden. Die Heilmittelberufe müssen attraktiver werden – für die Berufsangehörigen, aber auch für junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen. Voraussetzung dafür ist eine zeitgemäße Ausbildung, Karrieremöglichkeiten und die angemessene Entlohnung. Aber auch der Zugang zu therapierelevanten Informationen, eine interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie der Direktzugang für Patientinnen und Patienten mit klarem Befundbild sind leider noch nicht in der Versorgung angekommen. Das muss sich ändern!

Podiumsdiskussion mit konkreten Forderungen an die Politik
Der Film über den Stellenwert der Therapie und die konkreten Fragen der Berufsangehörigen zu den Themen interprofessionelle Zusammenarbeit, wirtschaftliche Praxisführung, die Anbindung an die Telematikinfrastruktur und die Anhebung der Ausbildung auf Hochschulniveau lieferte zahlreiche Steilvorlagen für die Diskussion der Podiumsgäste des TherapieGipfels. Oberstes Ziel müsse es sein, die Attraktivität der Therapieberufe weiter zu steigern, erklärte Ute Repschläger, Vorsitzende vom Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) zu Beginn der Podiumsdiskussion. Die Vergütungserhöhungen von 14,09 Prozent in der Physiotherapie können dabei nur ein erster Schritt sein, um eine wirtschaftliche Praxisführung und damit auch angemessene Gehälter für die angestellten Therapeutinnen und Therapeuten möglich zu machen. Dass die vom Gesetzgeber geforderte Wirtschaftlichkeit mit den aktuellen Vergütungserhöhungen noch nicht erreicht ist, war Grund zur Klage der Physiotherapieverbände gegen Teile des Schiedsspruchs in der Physiotherapie.

Die Diskussion zeigte deutlich, dass aktuelle Probleme und Entwicklungen der Branche nicht länger kleinteilig und in Einzelmaßnahmen gedacht werden dürfen. Die Politik ist aufgefordert, mutig neue Wege zu gehen und eine Modernisierung des Gesundheitssystems voranzubringen.

Beispielsweise könnten von einer gut organisierten interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen sowohl Patientinnen und Patienten als auch die Berufsangehörigen sehr profitieren. Allerdings ist damit zeitlicher Aufwand verbunden, für den die aktuellen Rahmenbedingungen keine Zeitfenster und damit auch keine Vergütung vorsehen. Ziel müsse es sein, knappe Ressourcen so effektiv wie möglich einzusetzen, betonte Andreas Pfeiffer, Vorsitzender des SHV und des Deutschen Verbandes für Ergotherapie. Er ist sicher, dass schon aufgrund des massiven Fachkräftemangels eine verstärkte interprofessionelle Zusammenarbeit erforderlich ist. Bei neuen Versorgungsansätzen sollten stets alle am Versorgungsprozess beteiligten Berufsgruppen einbezogen werden, fordert der Vorsitzende des SHV.

„Warum tun wir uns so schwer mit der Modernisierung der Ausbildungen?“, fragte Andrea Rädlein, Vorsitzende des Deutschen Verbands für Physiotherapie. Sie betonte: „Die Akademisierung funktioniert, das zeigen die Modellstudiengängen seit Jahren“. Volle Unterstützung dafür erhielt die stellvertretende SHV-Vorsitzende dabei von Prof. Dr. Annette Irene Probst, Sprecherin des Fachbereichstags Therapiewissenschaften: „Wir haben lange genug diskutiert. Der Ball liegt im Feld der Politik“. Die neue Bundesregierung müsse hier ein Zeichen setzen und die Machtspiele zwischen den Bundesländern und dem Bund im Hinblick auf die Finanzierung einer modernen und zukunftsweisenden Ausbildung in den Therapieberufen beenden.

Dem stimmte Franz Knieps mit Nachdruck zu. Die Bundesländer müssen ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben endlich nachkommen, forderte der Vorstand des BKK Dachverbandes. Er selbst sei ein großer Verfechter einer integrierten Versorgung und einer verstärkten Netzwerkbildung im Gesundheitssystem. Mögliche Modernisierungsschritte müssten aber schnell erfolgen, da die Krankenkassen voraussichtlich ab 2023 defizitär seien.

Fazit der Diskussionsrunde: Es braucht Mut zu Veränderung. Die Therapeutinnen und Therapeuten sind dazu bereit, neue Wege zu gehen. Das haben die vielen Statements und Fragen im Chat gezeigt. So zum Beispiel auch bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Hans Ortmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Physikalische Therapie (VPT), betonte, dass die Praxen bereit seien und auf einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung warteten.
Der 3. TherapieGipfel des SHV hat Bilanz gezogen und aufgezeigt, welche weiteren berufspolitischen Schritte umgehend erforderlich sind, damit die Therapieberufe attraktiver werden, sich mehr junge Menschen für einen Therapieberuf entscheiden und damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten nachhaltig gesichert wird. Der SHV wird die Gespräche mit der Politik und den Entscheidungsträgern intensiv fortsetzen und damit die Forderungen der Therapeutinnen und Therapeuten in die Politik tragen. Selbstverständlich geht auch der Dialog mit den Berufsangehörigen weiter.

Der Countdown zum 3. TherapieGipfel des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV) läuft. Am 12. November 2021 von 13 bis 15 Uhr findet die Veranstaltung digital statt. Interessierte können sich jetzt kostenfrei anmelden!  

Mit einer Videobotschaft lädt der SHV-Vorsitzender Andreas Pfeiffer zum diesjährigen TherapieGipfel ein: https://www.youtube.com/watch?v=m85aUDPDDgo

Auf dem TherapieGipfel 2021 werden zentrale Zukunftsthemen der Branche diskutiert. Unter anderem die Modernisierung der Berufsgesetze, Faktoren für eine wirtschaftliche Praxisführung und therapeutische Potenziale durch mehr Autonomie und interprofessionelle Zusammenarbeit, aber auch übergreifende Themen wie Digitalisierung und Bürokratieabbau werden zur Sprache kommen.

Die Podiumsdiskussion der Veranstaltung ist mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden hochkarätig besetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten Beiträge von:

  • Sonja Optendrenk
    Abteilungsleiterin 2 Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung im Bundesministerium für Gesundheit
  • Franz Knieps
    Vorstand BKK Dachverband e.V.
  • Dr. Annette Probst
    Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim (HAWK), Sprecherin des Fachbereichstags Therapiewissenschaften
  • Stephan Pohlkamp
    Referatsleiter Digital im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen und zuständig für das elektronische Gesundheitsberuferegister und den Heilberufeausweis
  • Andreas Pfeiffer
    Vorsitzender, Deutscher Verband Ergotherapie e.V. (DVE) und Vorsitzender, Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) V.
  • Hans Ortmann,
    Bundesvorsitzender, Verband Physikalische Therapie (VPT) e.V.
  • Andrea Rädlein
    Vorsitzende, Deutscher Verband für Physiotherapie e.V. – PHYSIO-DEUTSCHLAND
  • Ute Repschläger
    Vorsitzende, Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.

Online anmelden und live dabei sein

Der 3. TherapieGipfel findet in diesem Jahr digital statt. So können Interessierte bequem von zu Hause oder der Praxis aus dabei sein.

Die Teilnahme am TherapieGipfel ist kostenfrei, jedoch sind die Plätze mit aktiver Chatmöglichkeit begrenzt.

Haben Sie Fragen rund um den TherapieGipfel 2021? Dann schreiben Sie an:

info@shv-heilmittelverbaende.de. Informationen über den SHV gibt es unter:

www.shv-heilmittelverbaende.de.

Köln, den 29.10.2021

 

 

Auch Heilmittelerbringer sollen laut Gesetzgeber an die Telematikinfrastruktur angebunden werden. Im ersten Schritt braucht es dazu ein elektronisches Gesundheitsberuferegister (eGBR), das den elektronischen Heilberufeausweis ausstellen wird. Dies soll ab Anfang 2022 für Physiotherapeuten möglich werden – für die anderen Heilmittelerbringer ab 2024.

Zum elektronischen Gesundheitsberuferegister

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur benötigen die Gesundheitsfachberufe ein bundesweites Register. Das sogenannte elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) hat seinen Sitz in Münster und befindet sich aktuell im Aufbau. Grundlage für die Arbeit des eGBR ist ein Staatsvertrag. Zum Start des eGBR muss dieser von allen Bundesländern anerkannt werden. Dieser Ratifizierungsprozess ist aktuell noch im Gang.

Die Therapieberufe sind mit einem Fachbeirat in die Entwicklung des eGBR aktiv eingebunden. Derzeit sind Marianne Frickel und Andreas Pfeiffer Sprecher des eGBR-Fachbeirats. Andreas Pfeiffer ist gleichzeitig Vorsitzender des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) und des Deutschen Verbandes der Ergotherapie (DVE).

Zeitplan für den elektronischen Heilberufeausweis aktualisiert

Zunächst sollte der Start des elektronischen Heilberufeausweises im Juli 2021 sein.  Nach aktuellem Zeitplan soll es für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten erst ab Anfang 2022 möglich sein, einen elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) zu beantragen.

Der eHBA ist eine personenbezogene Chipkarte, die in Zukunft die sichere Nutzung der medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur ermöglichen wird. Über die Chipkarte ist eine Authentifizierung der Berufsangehörigen möglich. Zusammen mit der sogenannten Institutions- beziehungsweise Praxiskarte (SMC-B) kann dann zukünftig mit den entsprechenden Rechten auf Anwendungen und Funktionen der Telematikinfrastruktur zugegriffen werden. Dabei werden die Kosten für eine Anbindung von den Kostenträgern analog wie bei den Ärztinnen und Ärzten erstattet.

Heute schon das morgen gestalten

Noch besteht zwar für Heilmittelerbringer kein Handlungsdruck oder -bedarf, aber die Telematikinfrastruktur wird kommen und nach heutigem Stand spätestens 2026 auch für PT-Praxen verbindlich werden.

Digitalisierung bietet heute schon zahlreiche Chancen und kann den Praxisalltag erleichtern. Das betrifft beispielsweise das Terminmanagement, die Dokumentation, das Erstellen von Übungsplänen, schnelle Kommunikationsmöglichkeiten, die Abrechnung oder aktuell in der Pandemie die Möglichkeit für eine Videotherapie. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und lassen sich nach den individuellen Bedürfnissen auf eine Praxis zuschneiden.

Aktuelle Informationen über den Stand beim Ausbau der Telematikinfrastruktur finden Interessierte auf den Internetseiten der Gematik unter www.gematik.de. Dort gibt es auch regelmäßig Online-Veranstaltungen zu den einzelnen Teilprojekten.

 

Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V.

Köln, den 05.10.2021

 

 

Vom 13. bis 19. September 2021 findet die deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft statt. Die Mitgliedsverbände des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) unterstützen den Impfaufruf der Bundes- und Landesregierungen ausdrücklich.

Denn: Es sind die einfachen Gelegenheiten, die Bürgerinnen und Bürger vor dem Herbst dazu bewegen können, sich impfen zu lassen und so die Impfquote in Deutschland zu erhöhen. Genau an dieser Chance setzt die deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft an. #HierWirdGeimpft schafft Aufmerksamkeit für Impfangebote und verbindet alle Akteure und Impfinteressierten.

In der Aktionswoche vom 13. bis 19. September sollen möglichst viele Menschen an vielen Orten im Land die Ärmel hochkrempeln – egal ob im Sportverein, in der freiwilligen Feuerwehr, im Mehrgenerationenhaus, in Arztpraxen oder im Impfzentrum. Zahlreiche kreative und unkonventionelle Impfaktionen sollen den Menschen auf lokaler und regionaler Ebene kurzfristige Impfungen ermöglichen.

Unter www.hierwirdgeimpft.de finden Interessierte umfangreiche Informationen rund um die Impfung an sich. Aktuelle Impfaktionen sind auf einer Deutschlandkarte zu sehen.

Zum Hintergrund

Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Deutschen vollständig gegen COVID-19 geimpft. Im Kampf gegen das Coronavirus und die Virusvarianten ist es essenziell, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Die Corona-Schutzimpfung bietet wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus und insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen. Sie unterstützt das Immunsystem dabei, den Erreger zu bekämpfen, und ist der sicherste Weg, um einen Schutz vor dem Virus aufzubauen. Die Impfung ist neben den AHA-Regeln (Abstand halten, die Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen) der wichtigste Baustein zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Aufgrund der derzeit sinkenden Nachfrage nach Impfungen in Impfzentren und Arztpraxen möchte auch der SHV die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zur Corona-Schutzimpfung motivieren und mit einem Verweis auf die bundesweite Kampagne über Impfangebote informieren.

Materialien zur Kampagne

Das Bundesministerium für Gesundheit hat umfangreiche Informationsmaterialien für die Aktionswoche #HierWirdGeimpft vorbereitet. Mithilfe von Informationspostern können auch Heilmittelpraxen über die guten Gründe für eine Impfung informieren.

Hier finden Interessierte Materialien für die Praxis zum Herunterladen:

 

 

Am 11. Juni 2021 hat der Deutsche Bundestag das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) beschlossen und damit unter anderem die Verlängerung der Modellstudiengänge in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie bis zum Jahr 2024 beschlossen. Diese Regelung war erforderlich, weil es nicht gelungen ist, die längst überfällige Modernisierung der Berufsgesetze im Heilmittelbereich in der aktuellen Wahlperiode zu verabschieden.

Teilerfolg erzielt

 Zunächst sah der Gesetzentwurf der Bundesregierung eine Verlängerung der Modellstudiengänge bis Ende 2026 vor – ein völlig falsches Signal aus Sicht des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände  (SHV) und des Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen . Sowohl der SHV als auch das Bündnis Therapieberufe haben im Gesetzgebungsverfahren entsprechende Stellungnahmen eingereicht und eine Reform der Berufsgesetze in den Berufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie in der kommenden Legislaturperiode gefordert. Denn: Tatsache ist, dass die Reform der Berufsgesetze längst überfällig ist und damit eine Verschiebung bis ins Jahr 2026 nicht mehr hinnehmbar war.

SHV und Bündnis Therapieberufe fordern übereinstimmend eine nachhaltige, zukunftsfeste hochschulische Ausbildung für die Therapieberufe in Deutschland. Konkrete Konzepte zur Ausgestaltung und zeitlichen Umsetzung liegen der Politik längst vor.

Nächste Schritte bereits in Arbeit
SHV und Bündnis Therapieberufe  lassen nicht locker, um für die Vorteile und den Nutzen einer hochschulischen Ausbildung für die Patientenversorgung zu werben.

Aber auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) macht Ernst und bereitet sehr konkret die nächsten Schritte zur Novellierung der Berufsgesetze in den Therapieberufen vor. Auf das im März 2020 vom BMG veröffentlichte Eckpunktepapier „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe der Bund-Länder-Arbeitsgruppe“ folgte Mitte Mai 2021 der Start des Konsultationsverfahren zur Vorbereitung des Referentenentwurfs über die Berufe in der Physiotherapie. Das BMG hat die Physiotherapieverbände sowie weitere Verbände und die Bundesländer aufgefordert, bis zum 30. Juli 2021 eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Dabei geht es um die Beantwortung von zahlreichen Fragen zum Nutzen und der Ausgestaltung der zukünftigen Berufsgesetze und Ausbildungsordnungen.

Mit der konkreten Ausformulierung der Antwort für das Ministerium befasst sich aktuell der Fachausschuss Physiotherapie des SHV.

 

 

„Hier finden Sie einen Artikel zum SHS: Berufspolitik”

SHV Berufspolitik

 

Köln, den 18.05.2021

Für den SHV nahm am 04.05.2021 die DVE-Geschäftsführerin Anja Baumann an der mündlichen Anhörung des ad hoc-Unterausschusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Erstfassung der „Richtlinie über die berufsgruppenübergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung insbesondere für schwer psychisch kranke Versicherte mit komplexem psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlungsbedarf“ teil.

Der G-BA erarbeitet diese Richtlinie gemäß § 92 Abs. 6b SGB V, die geplant im Sommer 2021 in Kraft treten soll. Ziel ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass schwer psychisch erkrankte Menschen Versorgungsnetzwerke in Anspruch nehmen können, die ihren tatsächlichen, unterschiedlichen und wechselnden Bedarfen gerecht werden und dafür, den Betroffenen die Übergänge zwischen den Systemen der sozialen Sicherung,  zwischen der stationären und der ambulanten Versorgung, zu erleichtern. Der SHV war zuvor zu einer schriftlichen Stellungnahme eingeladen, in der sich die SHV-Verbände dafür eingesetzt hatten, dass insbesondere Leistungserbringer der Ergotherapie unabdingbare Partner in den zu bildenden regionalen Netzverbünden der Versorgung sind.

Die mündliche Anhörung hat dies bestätigt: Zugelassene Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten werden als zur Teilnahme an der Versorgung nach dieser Richtlinie berechtigte und notwendige Partner angesehen und etliche Stellungnehmende haben sich dafür ausgesprochen, dass der Abschluss von Kooperationsverträgen mit jeweils mindestens einer Ergotherapeutin oder einem Ergotherapeuten zu den Voraussetzungen für die Bildung eines Netzwerkverbundes gehört. Weitere Themen der Anhörung waren die Bestimmung der Patientengruppen, an die die Angebote der Versorgung durch regionale Netzwerke gerichtet sein sollen, die Zugangswege zur bedarfsgerechten Versorgung sowie die weitere Ausgestaltung der Koordination der Leistungen der Netzwerkpartner.

Köln, den 06.05.2021